Grundschulbereich

Kurt Lellinger hat dafür gesorgt, dass es im Bereich der Grundschule im Schulschachbezirk Trier sehr gut aussieht. In der Stadt Trier gibt es in fast allen Grundschulen "Schachunterricht". Dieser erfolgt meist in Form einer Arbeitsgemeinschaft und in Zusammenarbeit mit der Schachakademie Trier und der Schachgesellschaft Trier-Süd / Turm 1877.

Darüber hinaus hat auf die Initiative Kurt Lellingers hin die Universität Trier eine mehrjährige Studie an Trierer Grundschulen durchgeführt, die inzwischen legendär ist, weil ihre Ergebnisse deutlich zeigen, dass Schach absolut positive Wirkungen für Kinder hat.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:
Erst- und Zweitklässler profitieren am meisten vom königlichen Spiel. Insbesondere ihre Konzentrationsfähigkeit steigert sich. "Leistungsschwache Kinder kommen, aus welchen Gründen auch immer, mit schlechten Voraussetzungen in die Schule. Ihnen tut es gut, wenn sie mit Schach herausgefordert werden", sagt Sigrun-Heide Filipp in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Filipp ist Professorin für Pädagogische Psychologie und Angewandte Entwicklungspsychologie an der Universität Trier und verantwortliche Leiterin der Studie.

Aus diesen Gründen macht sich Psychologin Filipp dafür stark, Schach als Schulfach einzuführen: "Es vermittelt Kindern das Gefühl, gewinnen oder verlieren zu können, Aspekte, die sie fürs Leben gebrauchen können." Kurzum: Schach stärkt die geistige Entwicklung und die Persönlichkeit der Kinder.

Trierer Studie zum Thema Schulschach

Bei Dritt- und Viertklässlern wirkt sich das kontinuierliche Schachspielen vor allem auf die Verbesserung der Sozialkompetenzen und der schulischen Motivation aus. Obgleich die Kinder der Grundschule Trier-Olewig weniger Mathematikunterricht hatten, erzielten sie bei VERA, dem Vergleichstest von Grundschülern aus sieben Bundesländern, deutlich bessere Ergebnisse als die Kontrollklassen der Grundschule Egbert. VERA vergleicht nämlich länderübergreifend die Kompetenzen von Drittklässlern in Deutsch und Mathematik. Und in Mathematik waren die Schachschüler/innen doppelt so gut wie der Landesdurchschnitt in Rheinland-Pfalz.